29.01.2015
Ratgeber Steuern 2014

Kaum hat das neue Jahr begonnen, werden auch schon wieder die Steuererklärungsformulare für das Jahr 2014 verschickt. Es ist somit an der Zeit, die Belege für das Erstellen der Steuererklärung zusammenzutragen. Selbständig Erwerbstätige und Gesellschaften können sich zudem im Rahmen der Abschlussarbeiten mit der Steuerplanung beschäftigen.

Änderungen im Steuerjahr 2014

Im Steuerjahr 2014 gibt es lediglich die folgenden geringfügigen Änderungen, welche im Zusammenhang mit den Struktur- und Sparmassnahmen des Kantons stehen.
  • Der Eigenmietwert wird um 10 Prozent angehoben.
  • Die Abzüge für die Krankenkassenprämien werden vorerst auf der Basis 2013 belassen.
  • Neu wird eine Minimalsteuer von CHF 50 erhoben, die auch bei fehlendem Einkommen erhoben wird.
  • Bei Fristverlängerungen für das Einreichen der Steuererklärung wird neu eine Gebühr von CHF 20 für drei Monate erhoben. Bei zusätzlichen Fristverlängerungen wird die Gebühr entsprechend erhöht. Die Gebühr ist im Voraus der Steuerverwaltung zu überweisen. Es gibt keine Bestätigung der Fristverlängerung.
  • Lotteriegewinne sind neu erst ab CHF 1‘000 steuerpflichtig, wobei neu 5% des Einsatzes (maximal CHF 5‘000 pro Gewinn) zum Abzug gebracht werden können.
  • Schliesslich sind auch die Vorgaben der Aufwandbesteuerungen strenger geworden. Aufwandbesteuerte müssen ein Mindesteinkommen von CHF 250‘000 sowie ein Mindestvermögen von CHF 1 Mio. ausweisen.

Weiter wird die elektronische Deklaration mittels Fritax vom Kanton weiter vorgetrieben. Nebst der Möglichkeit des Einreichens der Steuererklärung papierlos mittels Mausklick, müssen wesentlich weniger Belege eingereicht werden. Grösstenteils können diese gar ebenfalls elektronisch übermittelt werden. Wichtig ist jedoch, die Belege aufzubewahren, da mit Kontrollen gerechnet werden muss.

Jahresabschlussplanung

Am Jahresende bietet sich wie jedes Jahr an, den Jahresabschluss im Rahmen der geltenden Gesetzesvorgaben steuerlich zu optimieren. Schon die Bildung des privilegierten Warendrittels und Delkredere sowie die Anwendung der korrekten Abschreibungssätze können einen Einfluss auf das steuerbare Ergebnis haben. Weiter sollte sichergestellt werden, dass die zulässigen Rückstellungen gebildet wurden und allfällige besondere Geschäftsvorfälle des vergangenen Jahres, wie beispielsweise Kapitaleinlagen, Sanierungen oder Ersatzbeschaffungen, im Abschluss auch korrekt dargestellt werden.

Gerne unterstützen wir Sie beim Ausfüllen der Steuererklärungsformulare, zur Beantwortung von Einzelfragen oder zur Besprechung des Jahresabschlusses.

Isabelle Seiler
Lic.iur. / Dipl Steuerexpertin