13.12.2012
Löhne und Sozialversicherungen per 1.1.2013

Auf den 1. Januar 2013 treten wiederum verschiedene Neuerungen im Zusammenhang mit den Sozialversicherungsgesetzen in Kraft. Nachfolgend finden Sie eine Zusammenstellung der für den Kanton Freiburg wichtigsten Informationen. 

Familienzulage für Selbständigerwerbende auch im Kanton Freiburg

Ab dem 1. Januar 2013 werden alle Selbständigerwerbenden in der ganzen Schweiz obligatorisch dem Familienzulagengesetz unterstellt. Sie werden somit beitragspflichtig und haben im Gegenzug aber auch Anspruch auf Familienzulagen. Als Familienzulagen gelten Kinder- und Ausbildungszulagen und je nach kantonaler Regelung weitere Leistungen wie Geburts- oder Adoptionszulagen. Bisher waren die Selbständigerwerbenden des Kantons Freiburg diesem Gesetz nicht unterstellt. 

Die Leistugnen betragen im Kanton Freiburg ab 01.01.2013 für alle:

  • Kinderzulage für die ersten zwei Kinder je CHF 245.–
  • Kinderzulage ab dem dritten Kind je CHF 265.–
  • Ausbildungszulage für die ersten zwei Kinder je CHF 305.–
  • Ausbildungszulage ab dem dritten Kind je CHF 325.–
  • Geburts- und Adoptionszulage CHF 1'500.–

Was ist nun zu tun? jeder Selbständigerwerbende muss sich zwingend einer Familienausgleichskasse anschliessen. Er hat bis zu einem Erwerbseinkommen von CHF 126'000.– jährlich Beiträge zu entrichten. Der Bezug der Familienzulagen kann bei der entsprechenden Familienausgleichskasse geltend gemacht werden.

Sowohl die Höhe der Familienzulagen als auch die Beitragssätze variieren von Kanton zu Kanton. Die Beitragssätze betragen im Kanton Freiburg rund 2.5%.

Für jedes Kind darf nur eine Zulage bezogen werden. Für den Fall, dass beide Elternteile grundsätzlich Anspruch auf Familienzulagen haben, ist gesetzlich geregelt, wer den Anspruch geltend machen kann. Es besteht kein Wahlrecht. Ihre Familienausgleichskasse hilft Ihnen bei Fragen gerne weiter.

AHV

Auf den 1. Januar 2013 steigen die einfachen Minimalrenten bei der AHV um CHF 10.– und betragen somit neu CHF 1'170.– monatlich. Die einfache Maximalrente steigt um CHF 20.– und beträgt somit neu CHF 2'340.–. Die Ehepaarrente beträgt 150% der einfachen Rente.

Berufliche Vorsorge

Der Bundesrat hat beschlossen, dass der Mindestzinssatz auch 2013 bei 1.5% bleiben soll. Der Eintrittslohn pro Jahr beträgt neu CHF 21'060.–.

Beat MauronPartnerTreuhänder mit eidg. Fachausweis