28.03.2013
Ratgeber Steuern: Liegenschaften im Privatvermögen

Investitionen, die dem Energiesparen und dem Umweltschutz dienen am Beispiel einer Photovoltaikanlage
Neben dem Abzug für tatsächliche Kosten, welche der Erhaltung der Liegenschaft dienen, dürfen zusätzlich die energiesparenden und dem Umweltschutz dienenden Investitionen vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden. Nachfolgend werden wir anhand einer Investition in eine Photovoltaikanlage einige Punkte genauer ansehen und soweit möglich aus steuerlicher Sicht klären. Unsere Aussagen beziehen sich nur auf Liegenschaften / Investitionen im Privatvergmögen.

Ich investiere in eine Photovoltaikanlage

Investition Abzugsfähig oder nicht?

Investitionen in Solaranlagen (darunter fallen auch Photovoltaikanlagen) im Privatvermögen gelten grundsätzlich als 100% abzugsfähig. Dieser Abzug gilt jedoch nur für Investitionen, die dem Ersatz von veralteten und/oder neuen Installationen in bestehenden Gebäuden dienen. Kein Abzug wird gewährt, wenn es sich um einen Neubau/wirtschaftlichen Neubau oder um eine Gebäudeerweiterung handelt. Gemäss Praxis der Steuerverwaltung des Kantons Freiburg wird während der ersten zwei Jahre nach der Fertigstellung eines neuen Gebäudes der Abzug nicht zugelassen. Das Zahlungsdatum gilt auch bei diesen Investitionen als Fälligkeit des Aufwandes (analog der tatsächlichen Kosten).

Was geschieht mit den Einspeisevergütungen?

Der Verkauf von Solarstrom gilt als steuerbares Einkommen aus unbeweglichem Vermögen und ist analog den Miet-, Pachteinnahmen oder Baurechtszinsen als Liegenschaftserträge (Code 3.350) zu deklarieren.

Wie werden Förderbeiträge / Subventionen behandelt?

Bei solchen Beiträgen oder Subventionen gilt generell der direkte Zusammenhang in die getätigte Investition.

Bei Investitionen in bestehende Gebäude, d.h. ein Abzug wird gewährt, gelten diese Beiträge als Minderung der abzugsfähigen Liegenschaftsunterhaltskosten und unterliegen der Einkommensbesteuerung. Diese Beiträge sind auch steuerbar, wenn sie erst nachträglich, d.h. in einer späteren Steuerperiode, ausbzahlt werden.

Bei Investitionen in Neubauten oder neubauähnlichen Gebäuden gelten diese Zahlungen prinzipiell als Minderung der Anlagekosten und sind nicht der Einkommensbesteuerung unterworfen.

Fazit: Bei der Planung von Investitionen für Energie- und Umweltschutzmassnahmen ist die steuerliche Komponente in jedem Fall miteinzubeziehen. Gerne stehen wir Ihnen als kompetenter Partner zur Verfügung.

Claudine Meichtry
Teamleiterin Steuern
Dipl. Steuerexpertin