26.03.2009
Steuervorteile für Personenunternehmen

Mit der Unternehmenssteuerreform II (USTR II) werden auch Massnahmen zu Gunsten von Personenunternehmen eingeführt. Diese werden steuerliche Erleichterungen vor Allem bei Nachfolgeregelungen ermöglichen. Wer sich bereits frühzeitig mit seiner Nachfolge auseinandersetzt, der wahrt so die Möglichkeit, verschiedene Lösungen zu prüfen und für sich den besten Weg zu wählen.

(Freiburger Nachrichten vom 26. März 2009)

Mit der Unternehmenssteuerreform II (USTR II) werden auch Massnahmen zu Gunsten von Personenunternehmen eingeführt. Diese werden steuerliche Erleichterungen vor Allem bei Nachfolgeregelungen ermöglichen. Wer sich bereits frühzeitig mit seiner Nachfolge auseinandersetzt, der wahrt so die Möglichkeit, verschiedene Lösungen zu prüfen und für sich den besten Weg zu wählen.
(Freiburger Nachrichten vom 26. März 2009)

Ab dem 1. Januar 2011 können Liegenschaften aus dem Geschäftsvermögen ins Privatvermögen mit einer steuerlichen Erleichterung überführt werden. Das heisst im Zeitpunkt der Überführung werden nur die bereits vorgenommen Abschreibungen besteuert, die Besteuerung auf dem Wertzuwachs hingegen wird bis zu einer allfälligen definitiven Veräusserung aufgeschoben.

Ein weiterer Hauptpunkt wird die privilegierte Besteuerung der Liquidation oder Geschäftsübertragung von Personenunternehmungen sein. Das heisst bei den letzten zwei Geschäftsjahren werden die realisierten stillen Reserven getrennt vom übrigen Einkommen wie Kapitalleistungen aus Vorsorge reduziert besteuert. Diese Besteuerung kann erst nach dem 55. Altersjahr oder aus Invaliditätsgründen geltend gemacht werden. Die selbständige Erwerbstätigkeit muss des Weiteren endgültig aufgegeben werden.

Die Erben können ebenfalls diese privilegierte Besteuerung in Anspruch nehmen, wenn sie die Unternehmung bis 5 Jahre nach dem Tod des Unternehmers liquidieren oder veräussern.

Ein weiterer Systemwechsel betrifft die Abrechnung über die stillen Reserven bei der Erbteilung. Dieser wird aufgeschoben, sofern die Erben, die den Betrieb übernehmen, es verlangen. Damit gehen aber die latenten Steuern auf die den Betrieb weiterführenden Erben über.

Eine weitere Massnahme betrifft die Ersatzbeschaffung: Wird ein betriebsnotwendiges Anlagegut (Beispiel PW) veräussert und dafür ein anderes betriebsnotwendiges Anlagegut (Beispiel Maschine) gekauft, können die stillen Reserven ohne Realisierung weitergeführt werden. Die Neuerung besteht darin, dass das Ersatzgut nicht mehr funktionsgleich sein muss.

Die oben beschriebenen Massnahmen treten auf den 01.01.2011 in Kraft und betreffen sowohl die Direkte Bundessteuer wie auch die Kantonale Gesetzgebung.

Gerne stehen wir Ihnen bei diesen Fragen planerisch als kompetenter Partner zur Seite.

Rinaldo Jendly
Dipl. Treuhandexperte